Willkommen im Malort Kaindorf!

Die Seite wird gerade neu gestaltet.
Wir starten im September 2019.

Bis bald!

Der Malort

Er wurde von Arno Stern erfunden. Im Malort malen bis zu 7 Personen jeden Alters gleichzeitig, jeder an seinem eigenen Bild. Die „Dienende Person“, wie sie von Arno Stern genannt wurde, organisiert den Malort, hilft beim ,Befestigen der Bögen und beim Mischen der Farben, und erklärt die Pinselführung.

Auf den Pinselträgern des Palettentisches liegen jeweils 2 dünne Haarpinsel nebeneinander und ein dicker darauf.

Gemalt wir mit den 18 Original Arno Stern Farben.
Das Bindemittel der Farben besteht hauptsächlich aus natürlichen Rohstoffen und die Pigmente sind frei von Schwermetallen. Die Farben sind wasserlöslich.

Die Bilder bleiben im Atelier. Sie sind vor dem Kommentieren und dem Vorzeigen geschützt.

Warum darf man die Bilder nicht mit nach Hause nehmen ?

Wenn die Bilder mitgenommen werden, dann, weil man sie jemandem zeigen möchte. Der Sinn des Malorts ist aber genau ein anderer: Der Schutz der Bilder und damit der besonderen Entwicklung, die durch den Malort ausgelöst wird. Es muss einen Ort geben, an dem die eigene Entwicklung unkommentiert bleibt.

Das Papier hat die Ausmaße von 67×50 cm und kann nach belieben in alle Richtungen  erweitert werden.

Was bedeutet Malen?

Muss jemand, der malt, immer gleich ein Künstler sein, oder kann das auch jemand sein, der einfach Spaß an Farbe, Formen und der Veränderung der Malunterlage von einem weißen Blatt Papier in ein buntes Gebilde hat?
Muss Malen immer für jemanden sein, kann es nicht aus purer Lust am Spiel mit dem Pinsel geschehen? Malen kann auch bedeuten, die Hand einfach machen zu lassen; sich selbst dabei zu beobachten, wie man eine farbige Spur hinterlässt. Malen kann so vieles sein.

Die bunte Spur entdeckt hat als erster Arno Stern.

Geboren 1924 in Kassel, führte ihn sein Weg über viele Etappen nach Frankreich, wo er in Paris 1952 den ersten MALORT gründete. Viele werden den Begriff im Zusammenhang mit dem Film „Alphabet“ des österreichischen Regisseurs Erwin Wagenhofer bereits wahrgenommen haben, doch was ist ein MALORT? Am treffendsten beschreibt das vielleicht der französische Begriff Closlieu (geschlossener Raum): Ein geschützter Ort, ausgekleidet mit braunem Papier, ohne Fenster und ohne Tische, nur mit einem bunten Palettentisch als zentralem Element. Hier können Kinder wie auch Erwachsene ohne Zwänge und Vorgaben malen, ohne Erwartungen. Die angefertigten Bilder sind nicht dazu da, mitgenommen und hergezeigt oder aufgehängt zu werden, sie bleiben dort.

Arno Stern bewies durch seine langjährigen Forschungen, dass Kinder immer mit denselben Ur-Gebärden malen, egal aus welchem Erdteil oder aus welcher Kultur sie entstammen. Durch vielfältige Anforderungen von außen wird diese innewohnende Spur verwischt, scheint sich zu verlieren. Besucher des MALORTS in Kaindorf haben die Möglichkeit, durch das Malen der eigenen Ressource des Kreativen und Spontanen wieder näher zu kommen. Dabei ist es nicht relevant wie alt jemand ist, denn das Bedürfnis, sich durch ursprüngliche Formen auszudrücken, steckt in jedem von uns.

Die Gemeinde Kaindorf bietet seit Januar 2017 für eine Gruppe bis maximal 7 Personen einen MALORT für Kinder und Erwachsene an. Gemalt wird 90 Minuten lang. Dietmar Ribolits begleitet die Teilnehmer bei ihrem Spiel mit Formen und Farben. Er hat die Zertifizierung zur Leitung eines MALORTS durch seine Ausbildung bei Arno Stern 2016 in Paris erworben.

Interessenten können sich ganz unverbindlich online anmelden.
Die Kosten für eine Maleinheit betragen € 10.- für Kinder und
€ 12.- für Erwachsene.